Die gescheiterten Pläne von FIFA-Präsident Gianni Infantino, Anteile an der Fußball-Weltmeisterschaft und anderen bedeutenden Turnieren zu verkaufen, werfen einen Schatten auf seine Amtszeit. In diesem Kontext hat sich Joshua Kushner, ein Technologieinvestor, erstmals zu den misslungenen Vorhaben geäußert.
Investor bedauert Beteiligung an FIFA-Projekt
Kushner, der als Risikokapitalgeber und Teil der Investmentfirma Thrive in die Pläne involviert war, bedauert die Entscheidung, sich an dem Vorhaben zu beteiligen. Infantino hatte angestrebt, private Investoren für bis zu 20 Prozent der Anteile an einem neu zu gründenden Tochterunternehmen, der FIFA Forward Enterprise (FFE), zu gewinnen. Der geschätzte Wert dieses Unternehmens betrug anfänglich 20 Milliarden Dollar. Doch unter dem Druck der Umstände musste Infantino seine Pläne aufgeben und sieht sich nun mit der schwersten Krise seiner Amtszeit konfrontiert. Anhaltende Sorgen um Manuel Neuer verdeutlichen, wie schnell sich die Situation im Sport ändern kann.
Politische Dynamiken unterschätzt
„Wir stehen zwar hinter den Beweggründen von FFE, haben jedoch die politischen Dynamiken im globalen Fußball und das Ausmaß, bis zu dem manche bereit sind zu gehen, unterschätzt. Hätten wir gewusst, wohin das führen würde, hätten wir uns nicht darauf eingelassen,“
zitierte die BBC Kushner in einer Mitteilung. Diese Aussage verdeutlicht die Schwierigkeiten, die mit der Umsetzung der Pläne verbunden waren.
UEFA erhöht den Druck auf Infantino
In den letzten Tagen hat die UEFA den Druck auf Infantino und die FIFA weiter erhöht. Mit einem Gesuch an die US-Justiz zur Sicherung von Dokumenten rund um den gescheiterten WM-Investorendeal haben die europäischen Fußball-Funktionäre den Konflikt auf ein neues Niveau gehoben. Trump und der Scherbenhaufen in der Außenpolitik sind ein weiteres Beispiel für die Komplexität internationaler Beziehungen.
Idee hinter FFE
Kushner erläuterte die ursprüngliche Idee hinter FFE, die darauf abzielte, finanzielle Mittel gleichmäßiger auf alle 211 Mitgliedsländer zu verteilen. Er erklärte: „Das Geld im Fußball war in der Vergangenheit auf eine kleine Gruppe von Ländern konzentriert.“
„Die Idee war, mehr Kapital und Eigenkapital gleichmäßig auf alle Mitgliedsländer zu verteilen und unterentwickelten Ländern deutlich mehr Investitionen zur Verfügung zu stellen, um lokale Talente zu fördern, den Breitensport zu unterstützen, das Fanerlebnis zu verbessern und letztendlich den weltweiten Fußball voranzubringen,“
fügte Kushner hinzu. Diese Vision sollte durch eine Abstimmung aller Mitgliedsverbände legitimiert werden und war nicht als Verpflichtung oder feststehende Entscheidung gedacht.
Die Entwicklungen rund um die FIFA und Infantino bleiben weiterhin spannend und könnten weitreichende Konsequenzen für die Zukunft des Weltfußballs haben.
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Quellen: n-tv
Bildquelle: Piotr Drabik from Poland via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)
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