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Ernte schützen: Handeln gegen Hitze und Trockenheit

Die anhaltende Hitze und Trockenheit führen in Deutschland zu einem signifikanten Rückgang der Landwirtschaftserträge. Während einige Landwirte mit Anpassungsmaßnahmen experimentieren, bleibt die wirtschaftliche Lage angespannt und die Forderungen nach politischer Unterstützung wachsen.

Ernte schützen: Handeln gegen Hitze und Trockenheit
Ermell via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Die anhaltende Trockenheit sowie die extremen Temperaturen in vielen Teilen Deutschlands haben gravierende Auswirkungen auf die landwirtschaftlichen Erträge. Vor allem in den südlichen und westlichen Bundesländern sind die Pflanzen stark in Mitleidenschaft gezogen worden, was die Landwirte zwingt, sich an die veränderten Klimabedingungen anzupassen. Besonders alarmierend ist die Situation für die Kartoffelernte, die durch die Trockenheit gefährdet ist. Alarmstufe Rot: Kartoffelernte in Deutschland durch Trockenheit gefährdet

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Der Landwirt Thomas Domin aus Peickwitz, an der Grenze von Brandenburg zu Sachsen, beschreibt die Situation als komplex.

„Für einige Betriebe hat ein heftiges Gewitter die Ernte etwas verbessert,“

sagt er. Die Wetterverhältnisse in diesem Jahr variieren stark, sodass in einem Dorf Regen fiel, während die Nachbargemeinde weitgehend trocken blieb. Dies führte zu erheblichen Unterschieden in den Erträgen.

Für Domin ist die Erntebilanz insgesamt jedoch relativ positiv. Trotz eines extrem trockenen Junis, der die Getreideernte beeinträchtigte und die Qualität der Körner minderte, wuchsen die Futtermittel für seine Tiere gut. Diese Entwicklung ist für ihn von Bedeutung, da er so weniger Futter zukaufen muss.

Dennoch bringen die geringeren Getreideerträge finanzielle Einbußen mit sich, vor allem, da die Erzeugerpreise zurzeit niedrig sind. Gleichzeitig steigen die Kosten für Diesel, Düngemittel und Pflanzenschutzmittel, was die wirtschaftliche Situation von Domin und seinen Kollegen in Ostdeutschland zusätzlich belastet. Schweinemarkt unter Druck: Landwirte fordern schnelle Hilfsmaßnahmen für ihre Betriebe

Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, äußert sich besorgt über die aktuellen Ernteprognosen. Der Rückgang der Getreideernte auf 41,9 Millionen Tonnen bedeutet einen Rückgang von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr, und der Ertrag pro Hektar ist um neun Prozent gesunken. Dies ist auf kleinere und qualitativ minderwertige Körner zurückzuführen.

Besonders stark betroffen ist der Winterraps, dessen Ertrag um 20 Prozent gesenkt wurde. Die Kombination aus Hitze und Trockenheit hat zudem die Vermehrung von Schädlingen begünstigt, was die Situation weiter verschärft. Die Landwirte fordern von der Politik dringend Unterstützung, um die finanziellen Belastungen zu verringern.

Rukwied hebt die Notwendigkeit hervor, die Auszahlung von EU-Direktbeihilfen zu beschleunigen und die Düngemittelbeihilfen zu erhöhen. Die Betriebe benötigen dringend Liquidität, um die nächste Ernte finanzieren zu können. Zudem wird erneut die Senkung der Agrardieselsteuern gefordert, um die wirtschaftliche Belastung zu mildern. Viele Landwirte stehen vor der schwierigen Frage, ob sie ihre Betriebe aufgeben müssen, da die Unsicherheit über künftige Erträge und Produktionskosten weiterhin besteht.

Thomas Domin hat bereits Maßnahmen ergriffen, um seinen Hof an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen. Er strukturiert seine Felder mit Baumreihen, um die negativen Auswirkungen von Hitze und Trockenheit abzumildern. Diese „Agroforst“-Methode erweist sich als vorteilhaft, da sie Schatten spendet, den Wind reduziert und die Bodenfeuchtigkeit erhöht. Gleichzeitig fördert sie die Biodiversität und schafft Lebensräume für Wildtiere.

Zusätzlich experimentiert Domin mit hitze- und dürreresistenten Getreidesorten. Er baut Teff, eine Naturhirse aus Äthiopien, an, die gut mit kargen Böden zurechtkommt, jedoch durch Patente in ihrer Verbreitung eingeschränkt ist. Der Norddeutsche Champagnerroggen zeigt bessere Ergebnisse, hat jedoch einen geringeren Ertrag als die herkömmlichen Sorten.

Um seine wirtschaftliche Lage zu stabilisieren, kooperiert Domin mit einem regionalen Bäcker, der seine Produkte verarbeitet. Der Verkauf über den eigenen Hofladen ermöglicht es ihm, die Preise selbst festzulegen und die Kosten zu kontrollieren. Die regionalen Produkte erfreuen sich großer Beliebtheit, und viele Kunden kommen von weit her.

Domin äußert auch den Wunsch nach einer Überprüfung der Regelungen zum Mindestlohn. Die hohen Personalkosten in Verbindung mit den geringen Erlösen in schwierigen Jahren stellen eine erhebliche Belastung dar. Die Lage in der Landwirtschaft bleibt angespannt, und die Landwirte hoffen auf politische Unterstützung, um die bestehenden Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Welche Alltagsprobleme entstehen durch Dürre und Wasserknappheit?

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Quellen: tagesschau, Die Zeit

Bildquelle: Ermell via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

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