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So entwickeln sich die Energiekosten: Was Verbraucher 2024 erwartet

Die steigenden Energiekosten belasten Haushalte in Deutschland zunehmend. Im August stiegen die Preise um 10,5 Prozent, während sich Gas- und Strompreise im Großhandel aufgrund geopolitischer Spannungen weiter erhöhen könnten. Verbraucher müssen sich auf mögliche weitere Preisanstiege in den komm…

So entwickeln sich die Energiekosten: Was Verbraucher 2024 erwartet
KI-generiert

Die anhaltend steigenden Energiekosten beeinflussen zunehmend die Haushalte in Deutschland. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund der bevorstehenden Heizperiode von großer Bedeutung. Der Preisanstieg im August 2026 betrug laut Statistischem Bundesamt (Destatis) 10,5 Prozent, was den stärksten Anstieg seit über drei Jahren darstellt. Die Unsicherheit über zukünftige Preisentwicklungen bleibt groß.

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Energiepreise steigen weiter

Die Großhändler haben ihre Preise in einer Weise angehoben, die seit Februar 2023 nicht mehr beobachtet wurde. Diese Anpassungen im Großhandel wirken sich oft verzögert auf die Endverbraucher aus, sodass Haushalte in den kommenden Monaten mit weiteren Erhöhungen rechnen müssen.

Preisanstieg bei Erdgas

In der ersten Wochenhälfte stiegen die Großhandelspreise für europäisches Erdgas erheblich, was auf Sorgen bezüglich Angebotsengpässen durch Lieferausfälle aus den Förderregionen im Nahen Osten zurückzuführen ist. Nach der Verschiebung eines geplanten Treffens zwischen dem Iran und mehreren Golfstaaten zur Lage in der strategischen Straße von Hormus stieg der Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat zeitweise um mehr als fünf Prozent.

In Amsterdam erreichte der Preis 83,75 Euro je Megawattstunde (MWh) und stellte den höchsten Wert seit Ende 2022 dar. Bereits jetzt hat sich der Preis aufgrund der Einschränkungen bei den Energielieferungen in 2026 nahezu verdreifacht. Angesichts der niedrigen Gasspeicherstände in europäischen Ländern, darunter Deutschland, besteht zusätzlicher Druck, diese vor dem Winter zu füllen, während der Wettbewerb um Flüssigerdgas (LNG) zunimmt.

Verglichen mit Mitte September 2025, als der Gaspreis unter 32 Euro lag, beträgt der Anstieg inzwischen über 160 Prozent. Dies hat bereits Auswirkungen auf die durchschnittlichen Haushaltskosten, wenngleich diese bisher noch begrenzt sind. Vor einem Jahr betrug der Preis für eine Kilowattstunde (kWh) laut Verviox 11,14 Cent, während der aktuelle Preis bei etwa 12,52 Cent liegt – dies entspricht einem Anstieg von rund 12 Prozent.

„Ein Einfamilienhaus mit einem Verbrauch von 20.000 kWh zahlt nun rund 280 Euro mehr,“ erläutert das Vergleichsportal gegenüber der Finanzredaktion.

Falls die Gaspreise im Großhandel auf ihrem derzeitigen Niveau verbleiben oder weiter steigen, wird erwartet, dass dies vor allem Neukunden betrifft, deren Preise sich besonders schnell den Großhandelspreisen anpassen. „Die Neukundenpreise sind seit Februar um über ein Drittel gestiegen,“ merkt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox, an. Die Tarife für Bestandskunden reagieren zwar langsamer, aber „früher oder später“ werden auch sie steigen.

„Aktuell sind Preiserhöhungen zwischen zehn und 20 Prozent zum Jahreswechsel möglich,“ fügt Storck hinzu. Im schlimmsten Fall könnten die Preise auf über 15 Cent pro kWh ansteigen, falls die Anbieter die gestiegenen Einkaufspreise vollständig an ihre Kunden weitergeben. Rund 50 Prozent des Endverbraucherpreises für Gas setzen sich aus den Beschaffungskosten zusammen. Weitere Informationen zu den Herausforderungen der EZB finden Sie in diesem Artikel über steigende Verbraucherpreise.

Strompreise unter Druck

Zu Beginn der Woche kostete Strom im Großhandel angesichts der Eskalation im Nahen Osten über 256 Euro pro Megawattstunde (MWh). Am Montagabend stieg der Preis laut 1KOMMA5° sogar auf rund 740 Euro, was nur knapp unter dem Jahresrekord von 747 Euro Ende Juni liegt. Im Durchschnitt betrug der Strompreis im September 147 Euro pro MWh, was einem Anstieg von etwa 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Zur Erinnerung: Am Tag des Kriegsbeginns zwischen den USA und dem Iran lag der Großhandelspreis für Strom in Deutschland noch bei 53,35 Euro. Diese Preiserhöhungen stehen ebenfalls im Zusammenhang mit der Situation in der Straße von Hormus, da die steigende Nachfrage nach Strom durch den Einsatz von Gaskraftwerken gedeckt werden muss. Gas ist aufgrund der Blockade der Hauptschifffahrtsroute deutlich teurer als in den Vorjahren.

Zusätzlich nimmt die Stromerzeugung durch Photovoltaik in den Abendstunden ab, was die höheren Preise zu dieser Tageszeit weiter erklärt. Haushalte mit dynamischen Stromtarifen, die sich an den Großhandelspreisen orientieren, sollten daher ihren Verbrauch abends reduzieren und beispielsweise das E-Auto vom Netz trennen, sofern keine intelligente Steuerung zur Verfügung steht.

Die festen Tarife für Stromkunden sind bislang stabil geblieben. Laut Verivox sind die höheren Kosten für Öl und Gas, die sich auch indirekt auf die Strompreise auswirken, bei den Haushalten noch nicht angekommen. Im September 2025 lag der durchschnittliche Haushaltspreis bei 34,63 Cent pro kWh, während er aktuell mit durchschnittlich 32,29 Cent sogar etwa zwei Cent niedriger ist als vor 12 Monaten.

Der größte deutsche Stromerzeuger RWE geht davon aus, dass die Preise in den nächsten fünf Jahren stabil bleiben werden.

„Wenn der Zubau der Erzeugung so erfolgt, wie jetzt geplant, wird das Angebot die Erzeugungskosten in den kommenden Jahren senken,“ erklärte RWE-Chef Markus Krebber im Juli.

Dies könnte die hohen Kosten des Netzausbaus ausgleichen und zu stabilen Preisen führen.

Heizölpreise steigen

Ein Barrel der Rohölsorte Brent für Novemberlieferungen kostete zu Beginn der Woche etwa 108 Dollar, was einem Anstieg von etwa 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Laut Zahlen des Portals Heizöl24 ist Heizöl mit 1,66 Euro pro Liter um mehr als 30 Cent teurer geworden als Ende August. Im Vergleich zu den Rekordständen von 2022, als der Preis zeitweise auf über zwei Euro kletterte, liegt der aktuelle Preis jedoch noch weit darunter.

Im September des vergangenen Jahres lag der Heizölpreis laut Verivox bei rund 93 Euro pro 100 Liter, während er in diesem Monat im Durchschnitt 156 Euro kostet. Dies entspricht einem Anstieg von etwa 68 Prozent.

„Der individuelle Preis hängt jedoch vom Zeitpunkt der Bestellung und der Menge ab,“ warnen die Experten.

Im Durchschnitt hat ein Vierpersonenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 2.000 Litern im September 2026 für Heizöl 3.120 Euro gezahlt. Zum gleichen Zeitpunkt 2025 waren es noch 1.860 Euro. Haushalte mit Ölheizungen sind somit noch stärker von den Preiserhöhungen betroffen als Gaskunden. Energieexperten raten dazu, nicht zu lange auf sinkende Preise zu hoffen und stattdessen zeitnah zu bestellen.

Preisanstieg bei Kraftstoffen

Die hohen Ölpreise führen auch zu steigenden Kraftstoffpreisen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat haben sich die Kraftstoffe allein im August um fast 28 Prozent verteuert, wie Destatis berichtet. Diese Woche haben sowohl Benzin als auch Diesel neue Höchststände erreicht, und ein Ende der Preissteigerungen ist nicht in Sicht. Tankstellen erwarten sogar Preise von bis zu drei Euro. Ein genauerer Blick auf die Anstieg der Dieselpreise zeigt, wie stark sich die Situation entwickelt hat.

Um Preisschwankungen auszunutzen, empfiehlt der ADAC Autofahrern, zu versuchen, ihre Tankgewohnheiten entsprechend anzupassen. Die Spritpreise dürfen nur einmal täglich um 12 Uhr angehoben werden, was bedeutet, dass sie häufig am späten Vormittag kurz vor einer Erhöhung am günstigsten sind. Zudem sollte man abseits der Autobahnen tanken, da dort die Preise laut ADAC um über 30 Cent höher liegen können.

Angesichts der hohen Spritpreise plant die Bundesregierung kurzfristige finanzielle Entlastungsmaßnahmen für die Verbraucher. Die genauen Details sind jedoch noch unklar, was auch die Auswirkungen auf die Preise betrifft. Weitere Informationen zu den steuerlichen Belastungen finden Sie in einem separaten Artikel.

Fazit

Die steigenden Energiekosten stellen eine erhebliche Belastung für viele Haushalte dar. Die Verbraucher müssen sich auf anhaltende Preissteigerungen einstellen, während die Möglichkeiten der politischen Maßnahmen zur Entlastung noch ungewiss sind.

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Wie die CDU im Oktober auf steigende Spritpreise reagieren will: Eckdaten im Überblick

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Quellen: tagesschau

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

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