El Niño nimmt an Intensität zu
Aktuell erleben wir eine markante Erwärmung im tropischen Pazifik, die erhebliche Auswirkungen auf das globale Wetter hat. In den letzten Wochen hat sich El Niño in einem auffallend raschen Tempo verstärkt, was zu extremen Wetterphänomenen wie Dürreperioden, heftigen Regenfällen und Überschwemmungen führt. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) bezeichnete die aktuelle Phase bereits als sehr stark. Die entscheidende Frage bleibt, welche Auswirkungen dieses Phänomen in den kommenden Monaten auf die verschiedenen Regionen, insbesondere auf Deutschland, haben wird.
Prognosen und Wahrscheinlichkeiten
Die WMO prognostiziert mit nahezu 100-prozentiger Sicherheit, dass El Niño bis Februar 2027 anhalten wird. Auch die NOAA, die US-Wetterbehörde, schätzt die Wahrscheinlichkeit eines Super-El-Niño im Herbst und Winter 2026/27 auf über 90 Prozent. Diese Einschätzungen lassen auf eine anhaltende Wetterinstabilität schließen, die in unterschiedlichen Teilen der Welt zu erheblichen Veränderungen führen könnte.
Temperaturanstiege im Pazifik
Im August 2026 kam es zu einer erheblichen Erwärmung des Pazifiks im Vergleich zu den Durchschnittstemperaturen. Während die Temperaturen im westlichen Bereich um 1,8 Grad stiegen, wurde im östlichen Bereich ein Anstieg von 3,4 Grad Celsius gemessen. Diese Temperaturveränderungen haben weitreichende Auswirkungen, da ein starker El Niño die gewohnten Niederschlags- und Temperaturmuster global beeinflusst. In manchen Regionen besteht ein erhöhtes Risiko für Starkregen und Überschwemmungen, während andere Gebiete mit Dürre, Hitze und Waldbränden konfrontiert sind. Besonders besorgniserregend ist die Situation in Europa, wo Wasserspeicher im Rückgang sind.
Globale Auswirkungen und regionale Krisen
Celeste Saulo, die Generalsekretärin der WMO, berichtete von bereits sichtbaren Störungen und Verwüstungen, die durch Dürre und Überschwemmungen verursacht wurden. In Peru wurde ein 60-tägiger Notstand ausgerufen, während Ecuador die höchste Warnstufe Rot aktivierte und einen nationalen Aktionsplan umsetzte. In Indonesien sind zahlreiche Reisfelder aufgrund der anhaltenden Trockenheit vertrocknet, was die Nahrungsmittelversorgung gefährdet. Hilfsorganisationen warnen zudem für Teile Ost- und Südafrikas vor einer gefährlichen Kombination aus Dürre, Hitze und regionalen Überschwemmungen. Auch in Deutschland gibt es bereits Sturmwarnungen, die auf die instabile Wetterlage hinweisen.
Einfluss auf die Hurrikanaktivität
Im Atlantik wirkt El Niño in der Regel dämpfend auf die Hurrikanaktivität, da eine stärkere Windscherung die Bildung tropischer Wirbelstürme erschwert. Im Gegensatz dazu könnten die Bedingungen im östlichen und zentralen Pazifik günstiger für die Entwicklung solcher Stürme sein, was das Risiko in diesen Regionen erhöht.
Prognosen für Deutschland im Winter 2026/27
Die Wettermodelle für den bevorstehenden Winter deuten auf überdurchschnittlich hohe Temperaturen und erhöhten Niederschlag in Deutschland hin. Besonders bemerkenswert könnte der Januar und Februar werden, da ein starker El Niño bis in die Stratosphäre wirken und den Polarwirbel schwächen könnte. Normalerweise verhindert dieser Windring, dass kalte arktische Luft in den hohen Norden vordringt. Sollte der Polarwirbel jedoch gestört werden, könnten die ersten beiden Monate des Jahres 2027 von heftigen Kälteeinbrüchen geprägt sein. Zudem könnte eine Gewitterfront Deutschland erfassen.
Globale Temperaturentwicklung
Darüber hinaus erhöht das El Niño-Ereignis die Risiken für die durchschnittliche globale Temperatur. Die WMO sieht es als wahrscheinlich an, dass eines der Jahre zwischen 2026 und 2030 den bisherigen globalen Temperaturrekord übertreffen wird. Insbesondere ein El Niño Ende 2026 könnte die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass 2027 als Rekordjahr in die Geschichtsbücher eingeht.
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Quellen: Bild, weather
Bildquelle: Ribledar via Wikimedia Commons (CC0)
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.