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Gesundheitsamt Stuttgart warnt vor Asiatischer Tigermücke während der Sommerferien

Das Gesundheitsamt Stuttgart warnt vor der Asiatischen Tigermücke und empfiehlt, sowohl bei Reisen als auch zu Hause Vorkehrungen zu treffen, um Brutstätten zu vermeiden und sich vor Stichen zu schützen. Die Mücke kann Tropenkrankheiten übertragen und vermehrt sich unter den aktuellen klimatische…

Gesundheitsamt Stuttgart warnt vor Asiatischer Tigermücke während der Sommerferien
Shutterstock

Die Sommerferien haben begonnen, und viele Familien in Stuttgart bereiten sich auf Reisen vor. Auf den Checklisten fehlt jedoch häufig ein wichtiger Punkt: die Asiatische Tigermücke. Das Gesundheitsamt der Stadt Stuttgart weist darauf hin, dass dieses Insekt, auch bekannt als Aedes albopictus, seit einigen Jahren in Teilen der Stadt verbreitet ist. Dr. Simon Friz von der Abteilung für Infektionsschutz und Umwelthygiene betont, dass Vorkehrungen sowohl für Reisende als auch für Daheimgebliebene notwendig sind. „Die Tigermücke macht keinen Urlaub,“ erklärt er.

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Reisende, die tropische Reiseziele besuchen, sollten darauf achten, sich am Urlaubsort vor Stichen zu schützen. Dazu gehört das Tragen von heller, langer und weiter Kleidung sowie der Einsatz von Mückenspray mit Icaridin oder DEET, da diese Mittel effektiver sind als pflanzliche Alternativen wie Citronella oder Lavendel. Zusätzlich können Mückennetze über dem Bett und Fliegengitter an Fenstern helfen, die Insekten fernzuhalten.

Wer in den Urlaub fährt, sollte auch den eigenen Außenbereich nicht vernachlässigen. Dr. Friz empfiehlt, vor der Abreise Maßnahmen zu ergreifen, um das Zuhause vor einer möglichen Tigermückenplage zu schützen. Die derzeitigen klimatischen Bedingungen in Stuttgart, mit hohen Temperaturen und gelegentlichen Regenfällen, bieten ideale Voraussetzungen für die Vermehrung der Tigermücke. Bereits eine Woche reicht aus, damit sich die Larven zu flugfähigen Mücken entwickeln.

Es ist wichtig, dass auf Balkonen und in Gärten kein Wasser stehen bleibt. Selbst kleinste Wasseransammlungen in Gießkannen, Blumentopfuntersetzern oder anderen Behältern können als Brutstätten dienen. Vor der Abreise sollten daher alle Gefäße kontrolliert und gegebenenfalls geleert oder abgedeckt werden.

Wenn Freunde oder Nachbarn während der Abwesenheit auf Haustiere oder Pflanzen aufpassen, sollten sie ebenfalls darauf hingewiesen werden, Gießkannen und Eimer zu leeren und nach Regenfällen alle Behälter auszuleeren oder umzudrehen. Wasserstellen wie Vogeltränken müssen mindestens wöchentlich gereinigt werden. Regentonnen sollten gereinigt und mit einem festen Deckel oder einem Moskitonetz abgedeckt werden.

Für schwer zugängliche Außenabflüsse und Hofgullys empfiehlt sich eine Behandlung mit Bti alle zwei Wochen. Dieser biologisch abbaubare Wirkstoff aus einem Umweltbakterium hält das Wasser frei von Mückenlarven, schadet jedoch nicht anderen Tieren, Menschen oder Pflanzen. In den betroffenen Stadtbezirken Weilimdorf, Vaihingen und Mühlhausen können Anwohner Bti-Tabletten in einem Beratungsgespräch erhalten. In naturnahen Gartenteichen regulieren natürliche Fressfeinde wie Fische und Amphibien die Mückenpopulation.

Die Asiatische Tigermücke ist in Deutschland vor allem lästig, da sie tagsüber sticht und mehrmals zustechen kann. Dies kann denjenigen, die zu Hause bleiben, die Urlaubszeit verderben. Zudem besteht die Möglichkeit, dass sie Tropenkrankheiten wie Dengue, Chikungunya oder Zika übertragen. Eine Infektion kann auch in Stuttgart stattfinden, wenn eine Tigermücke zuvor bei einem Erkrankten Blut saugt und später einen anderen Menschen sticht. Vor einem Jahr wurde in Straßburg ein Fall von Chikungunya-Fieber gemeldet, bei dem der Betroffene nicht in einem Endemiegebiet war. Daher sind die gleichen Schutzmaßnahmen wie im Urlaub auch nach der Rückkehr sinnvoll, bis sicher ist, dass man sich nicht unwissentlich angesteckt hat.

Obwohl das Risiko, durch einen Stich an einer Infektionskrankheit zu erkranken, derzeit gering ist, steigt es mit der Anzahl der Tigermücken. Daher ist es wichtig, Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung in Stuttgart zu ergreifen. Dr. Simon Friz erklärt, dass die wichtigsten Maßnahmen nur wenige Minuten pro Woche in Anspruch nehmen. Die aktive Beteiligung der Bevölkerung ist entscheidend, um die invasive Asiatische Tigermücke effektiv zu bekämpfen.

Im August und September 2026 plant das Gesundheitsamt Online-Infoveranstaltungen zur Asiatischen Tigermücke. Diese finden am 10. August und am 7. September jeweils um 19 Uhr statt. Fachleute werden allgemeine Fragen zur Bekämpfung der Tigermücken in Stuttgart beantworten. Weitere Informationen sind im Veranstaltungskalender zu finden.

Auf der Internetseite der Stadt Stuttgart gibt es eine spezielle Rubrik zur Asiatischen Tigermücke, die weitere Informationen bereitstellt.


Quellen: stuttgart, tagesschau, RTL

Bildquelle: Shutterstock

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

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