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Forschungsbericht der AWS zur Sauberkeit in der Stadt veröffentlicht

Die Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) hat eine Umfrage zur Stadtsauberkeit durchgeführt, deren Ergebnisse zeigen, dass die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger leicht rückläufig ist, obwohl die Stadtsauberkeit insgesamt positiv bewertet wird. Handlungsbedarfe wurden insbesondere in Bezug auf d…

Forschungsbericht der AWS zur Sauberkeit in der Stadt veröffentlicht
Shutterstock

Die Wahrnehmung der Sauberkeit in einer Stadt ist ein Indikator für Sicherheit und Lebensqualität. Um zu ermitteln, wie die Stuttgarter Bevölkerung sowie Besucher die Sauberkeit in Stuttgart einschätzen und wo sie Handlungsbedarf sehen, hat die Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) im Sommer 2026 eine umfassende Umfrage durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind nun verfügbar.

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Die Bürgerinnen und Bürger bewerten die Sauberkeit in Stuttgart insgesamt positiv, jedoch ist die Zufriedenheit in einigen Bereichen im Vergleich zur letzten Umfrage im Jahr 2023 gesunken. Markus Töpfer, Geschäftsführer der AWS, äußert sich zu den Ergebnissen: „Die AWS wird sehr geschätzt. Dennoch wird die generelle Zufriedenheit mit der Stadtsauberkeit rückläufig bewertet. Das nehmen wir sehr ernst und es motiviert uns, gemeinsam jeden Tag daran zu arbeiten, Stuttgart sauber und lebenswert zu halten.“

Positive Gesamtbewertung der Stadtsauberkeit

In der repräsentativen Telefonumfrage bewerten 81 Prozent der Teilnehmenden die Sauberkeit in Stuttgart als „sehr gut“ oder „eher gut“. Ein hohes Sicherheitsempfinden zeigt sich ebenfalls: 98 Prozent der Befragten fühlen sich im öffentlichen Raum sicher. Die Leistungen der AWS werden weiterhin als kompetent, zuverlässig und serviceorientiert wahrgenommen. Viele Befragte führen Verschmutzungen im öffentlichen Raum eher auf das Verhalten Einzelner zurück, als auf unzureichende Reinigungsleistungen.

Trotz der insgesamt positiven Einschätzung sind die Bewertungen in bestimmten Bereichen leicht rückläufig. Auffällig ist, dass viele Antworten von „sehr zufrieden“ auf „eher zufrieden“ umgeschlagen sind. Die Zufriedenheit bleibt zwar hoch, jedoch ist die Zustimmung weniger ausgeprägt als noch 2023. Im kommunalen Vergleich zeigt sich, dass Stuttgart bei zentralen Sauberkeitsindikatoren nun überwiegend leicht unter dem Durchschnitt vergleichbarer Städte liegt, mit Ausnahme der Innenstadt, die weiterhin überdurchschnittlich positiv bewertet wird.

Identifizierte Handlungsbedarfe

Die Umfrage hat auch Bereiche aufgezeigt, in denen die Stuttgarter Bevölkerung Verbesserungspotenzial sieht. Dies betrifft insbesondere die Sauberkeit vor Take-away-Restaurants, die Wahrnehmung der Reinigungspräsenz, die Häufigkeit der Stadtreinigung sowie die Sauberkeit am Hauptbahnhof.

Erstmals wurde in dieser Umfrage auch die Zufriedenheit mit öffentlichen Toiletten untersucht. Die neuen automatischen Toiletten werden hinsichtlich Sauberkeit, Zustand und Ausstattung positiv bewertet. Rund 58 Prozent der Befragten sehen eine Verbesserung der Gesamtsituation der öffentlichen Toiletten in den letzten Jahren.

Bewertung der Wertstoffhöfe

Die Wertstoffhöfe wurden ebenfalls genauer betrachtet. Diese werden insgesamt positiv bewertet, jedoch nicht so gut wie noch im Jahr 2023. Im kommunalen Vergleich schneiden die Stuttgarter Wertstoffhöfe in dieser Umfrage durchweg schlechter ab als zuvor. Besonders die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird kritisch beurteilt.

Sauberkeit in den Stadtbezirken

Die Wahrnehmung der Sauberkeit variiert nur geringfügig zwischen den Stadtbezirken. Besonders positiv wird die Sauberkeit in Birkach bewertet (92 von 100 Punkten). Bei der allgemeinen Bewertung der Sauberkeit Stuttgarts erreichen Birkach und Untertürkheim jedoch die niedrigsten Werte (jeweils 69 von 100 Punkten). Die besten Bewertungen erhalten Münster (79 von 100 Punkten) und Plieningen (78 von 100 Punkten). Auch die Sauberkeit in der Stuttgarter Innenstadt wird in Münster am besten bewertet (92 von 100 Punkten).

Ernsthafte Auseinandersetzung mit den Ergebnissen

Die Gründe für die sinkende Zufriedenheit sind aus der Umfrage nicht eindeutig abzuleiten. Die Ergebnisse könnten sowohl auf eine kritischere Wahrnehmung der Stadtsauberkeit als auch auf allgemeine gesellschaftliche Rahmenbedingungen zurückzuführen sein, da die Befragung während einer Hitzewelle stattfand.

Unabhängig von den Ursachen verdeutlicht die Umfrage, dass die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger an eine saubere Stadt hoch sind. Die AWS sieht die Ergebnisse sowohl als Bestätigung ihrer bisherigen Arbeit als auch als Auftrag zur weiteren Verbesserung der Stadtsauberkeit. Bereits aus der vorherigen Umfrage wurden Maßnahmen wie die Einführung der Entsorgungsüberwachung abgeleitet. Diese hat im Juni 2026 ihre Arbeit aufgenommen, sodass ihr Einfluss noch nicht in der aktuellen Umfrage sichtbar ist. Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass weiterer Handlungsbedarf besteht. Daher betrachtet die AWS die bereits eingeleiteten Schritte als wichtigen Fortschritt für mehr Sauberkeit in Stuttgart. Mögliche weitere Lösungsansätze werden in den kommenden Monaten auf Basis der aktuellen Umfrageergebnisse geprüft.

Methodik der Umfrage

Im Auftrag der AWS führte das Meinungsforschungsinstitut LQM aus Mainz im Sommer 2026 die umfassende Untersuchung zur Wahrnehmung der Stadtsauberkeit und der Leistungen der AWS durch. LQM ist auf kommunale Fragestellungen in Bezug auf Sauberkeit, Entsorgung und Kreislaufwirtschaft spezialisiert. Die repräsentative Studie basiert auf 1.000 telefonischen Befragungen, ergänzt durch 508 Passantenbefragungen an ausgewählten Orten in Stuttgart. Zudem haben 1.265 Interessierte online ihre Meinung abgegeben. Die AWS plant, diese Umfrage alle drei Jahre zu wiederholen.


Quellen: stuttgart

Bildquelle: Shutterstock

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

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