Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper und IBA’27-Intendant Andreas Hofer haben am Eröffnungstag das mobile Hallenbad besucht. Während des öffentlichen Badebetriebs gehörten sie zu den ersten Badegästen und schwammen einige Bahnen. Das Projekt wurde von der POOL out of the BOX GmbH in Kooperation mit 4a Architekten sowie der Holzbaufirma Blumer Lehmann und weiteren Fachplanern realisiert. Die AQUABOX wurde im Frühjahr 2026 als Teil der IBA’27 in die Auswahl für die Internationale Bauausstellung aufgenommen. Die Landeshauptstadt Stuttgart fungiert als Bauherrin. Zunächst wird die AQUABOX als temporäre Lösung für die beiden Ersatzneubauten in Zuffenhausen und Sonnenberg genutzt. Später soll das mobile Hallenbad an seinem endgültigen Standort in Untertürkheim errichtet werden, um das bestehende Hallenbad zu ersetzen.
Das zweigeschossige Gebäude wurde in Holzmodulbauweise vorgefertigt und innerhalb weniger Wochen vor Ort montiert. Als wiederverwendbares Baukastensystem kann das Hallenbad an verschiedene Standorte verlegt werden. Dies ermöglicht der Stadt, kurzfristig zusätzliche Schwimmkapazitäten zu schaffen, insbesondere während der Sanierung oder des Neubaus anderer Schwimmbäder.
Das erste mobile Hallenbad in Holzmodulbauweise bietet ein 25-Meter-Becken mit fünf Bahnen sowie einen Bereich mit Hubboden. Es richtet sich an Schulen, Vereine und den allgemeinen Badebetrieb. Die Vorfertigung von 46 Holzmodulen hat die Bauzeit, den Materialverbrauch und den Abfall reduziert. Zu den umweltfreundlichen Merkmalen gehören Wärmepumpen, eine Lüftungsanlage mit hoher Wärmerückgewinnung und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach.
Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper äußerte sich zur Bedeutung des mobilen Hallenbads: „Das mobile Hallenbad Zuffenhausen in Holzmodulbauweise ist nicht nur für Zuffenhausen, Möhringen und Untertürkheim von großer Bedeutung, sondern für ganz Stuttgart. Es stellt eine Weltneuheit dar und bietet eine schnelle, nachhaltige und clevere Lösung. Die Bauzeit beträgt lediglich neun Monate. Es wurde aus nachhaltigen Materialien errichtet und wird über viele Jahre genutzt, anstatt nach kurzer Zeit abgerissen zu werden. Es ist eine Schwimmbad-Lösung für drei Stadtbezirke.“
Andreas Hofer betonte die Innovationskraft der AQUABOX: „Die AQUABOX zeigt, wie wir veraltete Infrastruktur intelligent erneuern können. In den kommenden Jahren stehen viele Bäder aus den 1960er- und 1970er-Jahren vor Sanierung oder Neubau. Ein System wie die AQUABOX überbrückt die Ausfallzeiten und findet am Ende einen dauerhaften Standort. Es lässt sich gut auf andere Städte übertragen und macht die AQUABOX zu einem Vorbild. Sie demonstriert, wie wir mit Modularität und Flexibilität den Herausforderungen der Zukunft begegnen können, anstatt uns mit starren Bauten für Jahrzehnte festzulegen.“
Die IBA’27 zeigt mit ausgewählten Projekten, wie das Zusammenleben, Wohnen und Arbeiten in der Region Stuttgart zukunftsfähig gestaltet werden kann. Die IBA’27 StadtRegion Stuttgart GmbH leitet die Bauausstellung; Gesellschafter sind die Landeshauptstadt Stuttgart, der Verband Region Stuttgart, die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, die Architektenkammer Baden-Württemberg und die Universität Stuttgart.
Quellen: stuttgart
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