Die Vergewaltigung, von der die 16-Jährige berichtet hatte, war nach Angaben der Polizei erfunden.
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa
31.07.2026 – 09:40 Uhr TTS-Player überspringen↵ Artikel weiterlesen Stuttgart – Großes Entsetzen, riesiger Polizei-Einsatz, Fahndung und bundesweite Aufmerksamkeit: Ende Juni behauptete eine 16-Jährige, in der Stuttgarter Innenstadt von zwei Männern brutal angegriffen und in einer öffentlichen Toilette vergewaltigt worden zu sein. Jetzt die unfassbare Wende: Das Mädchen hat die Vergewaltigung vorgetäuscht.
Die 16-Jährige sagte bei der Polizei aus, in der Nacht zum 27. Juni auf einer Feier im Akademiegarten gewesen zu sein. Zwischen 1 und 2 Uhr habe sie sich zu Fuß auf den Weg in Richtung Charlottenplatz gemacht. So schilderte sie es der Polizei. Die Jugendliche behauptete weiter, zwei unbekannte Männer seien ihr gefolgt. Als sie vor ihnen habe fliehen wollen, sei sie gestürzt. Anschließend hätten die Täter auf sie eingeschlagen und sie in einer öffentlichen Toilettenanlage am Charlottenplatz vergewaltigt. Die Kriminalpolizei veröffentlichte detaillierte Beschreibungen der beiden mutmaßlichen Täter, bat die Bevölkerung um Hinweise. Wochenlang suchten die Ermittler nach den Männern. Widersprüche im Tatablauf
Am Freitagmorgen dann die überraschende Wende. In einer gemeinsamen Mitteilung teilten Staatsanwaltschaft und Polizei Stuttgart mit, dass die von der 16-Jährigen beschriebene Vergewaltigung nie stattgefunden habe.
Im Laufe der Ermittlungen hätten sich immer mehr Widersprüche im geschilderten Tatablauf ergeben. Dadurch seien erhebliche Zweifel an den Angaben der Jugendlichen aufgekommen. In einer späteren Vernehmung habe die 16-Jährige schließlich eingeräumt, die Vergewaltigung vorgetäuscht zu haben. Gegen die Jugendliche wird nun wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat ermittelt. Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!
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