Verabschiedung nach nahezu 30 Jahren im Kölner „Tatort“
Klaus J. Behrendt wird sich als Hauptkommissar Max Ballauf vom Kölner „Tatort“ zurückziehen, nachdem er fast drei Jahrzehnte lang in dieser Rolle agierte. Laut einer Mitteilung des WDR wird die 100. Folge, die voraussichtlich im Herbst 2027 ausgestrahlt wird, sein letzter Fall sein. Der 66-Jährige zieht sich aus persönlichen Gründen zurück.
Sein Abschied fällt auf einen symbolträchtigen Zeitpunkt: 2027 wird das 30-jährige Jubiläum seiner Zusammenarbeit mit Freddy Schenk, gespielt von Dietmar Bär, im Kölner „Tatort“ gefeiert. Während Behrendt seine Rolle aufgibt, bleibt Bär als Schenk dem Publikum erhalten.
Persönliche Entscheidung und Rückblick auf eine lange Karriere
Behrendt teilte mit, dass die Entscheidung für ihn alles andere als einfach war, sie jedoch schon länger in ihm gereift ist. Sein Ziel, 100 Folgen zu erreichen, habe ihn stets motiviert. Er erinnerte sich daran, dass er vor seinem Engagement in Köln als Kommissaranwärter im Düsseldorfer „Tatort“ tätig war, wo er insgesamt acht Fälle drehte. Damals erschien die Vorstellung, noch einmal 100 weitere Folgen drehen zu können, völlig unrealistisch.
Die Rolle des Max Ballauf hat ihn über viele Jahre begleitet und stellt für Behrendt eine bedeutende Phase seines Lebens dar. Mit einer 50-jährigen Karriere, die mit seiner Ausbildung als Bergmechaniker begann, blickt er nun auf eine erfüllte Zeit zurück und freut sich darauf, mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen. In der Zwischenzeit hat das ZDF die Ausstrahlung der Krimiserie „Ein Fall für zwei“ nach 46 Jahren beendet.
Freundschaft und Zusammenarbeit mit Dietmar Bär
Die freundschaftliche Beziehung zwischen Behrendt und Bär besteht seit 1993, als sie sich während der Dreharbeiten zur WDR-Serie „Leo und Charlotte“ kennenlernten. Behrendt hatte die Idee, ein neues Ermittlerduo für den Kölner „Tatort“ zu schaffen. Bär äußerte, dass sie zu diesem Zeitpunkt nicht daran gedacht hätten, dass sie 2026 über den Fortbestand ihrer Zusammenarbeit nachdenken müssten.
Trotz des Wunsches des Senders, die Zusammenarbeit fortzusetzen, akzeptierte Bär die Entscheidung seines Partners mit schwerem Herzen. Er selbst hat jedoch nicht vor, sich zurückzuziehen, da er und das Kölner Team motiviert sind, weiterhin neue Fälle zu lösen. In diesem Zusammenhang erinnert man sich auch an Stefan Mross und die emotionale Reise von ‚Immer wieder sonntags‘, die ebenfalls eine bedeutende Rolle in der deutschen Fernsehlandschaft spielt.
Würdigung durch den WDR
Katrin Vernau, die Intendantin des WDR, hat bereits ihren Dank für Behrendts engagierte Arbeit im „Tatort“ ausgesprochen. Sie betonte, dass Behrendt die Rolle des Ballauf mit bemerkenswerter Authentizität und emotionaler Tiefe verkörpere, was ihn besonders nahbar mache. Der Kölner „Tatort“ habe immer wieder gesellschaftliche Themen und aktuelle Herausforderungen in der Region aufgegriffen.
Vernau äußerte, dass sowohl Max Ballauf als auch Freddy Schenk dem Publikum fehlen werden. Die Fortsetzung von Dietmar Bär als Schenk sei jedoch eine erfreuliche Nachricht für die „Tatort“-Fans. Auch die Geissens starten in eine neue Phase ihres TV-Lebens, was zeigt, dass Veränderungen im Fernsehen immer wieder stattfinden.
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Quellen: n-tv, WDR
Bildquelle: Von © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=41767375
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