Die bevorstehenden Feierlichkeiten zu David Copperfields 70. Geburtstag am 16. September 2026 werfen einen Schatten auf die Erfolge des renommierten Illusionisten. In einem Jahr, das von Kontroversen und Herausforderungen geprägt ist, stellte sich die Frage, ob sein Glanz durch die schwerwiegenden Vorwürfe der letzten Jahre getrübt wurde.
Karrierehöhepunkte und Wendepunkte
Ende April 2026 trat Copperfield nach 25 Jahren zum letzten Mal in seiner legendären Show im „MGM Grand Hotel & Casino“ in Las Vegas auf. Dieses Abschiedsszenario fiel zusammen mit der erneuten Nennung seines Namens in den kürzlich veröffentlichten Akten des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein.
David Seth Kotkin wurde am 16. September 1956 in Metuchen, New Jersey, als Sohn jüdischer Einwanderer geboren. Seine Eltern führten ein Herrenmodegeschäft, und schon früh entdeckte er seine Leidenschaft für die Zauberkunst, die er in einem Ferienlager für Bauchredner entwickelte. Zunächst trat er unter dem Namen Davino auf, bevor er sich für den klangvolleren Namen David Copperfield entschied.
Ein Weg zur Berühmtheit
Sein Aufstieg zum Weltstar begann durch einen Zufall, als der kanadische Zauberer Doug Henning sich zurückzog und seine Requisiten an Copperfield verkaufte. Dieser übernahm auch die Sendezeit für das jährliche Weihnachtsspecial und verblüffte die Zuschauer mit immer spektakuläreren Illusionen, darunter das Verschwinden eines Ferraris und eines Lear-Jets.
Ein markantes Highlight seiner Karriere war 1983 das Verschwinden der Freiheitsstatue während einer Live-Übertragung, die Rekordquoten erzielte. Auch weitere bemerkenswerte Aktionen wie der Gang durch die Chinesische Mauer, die Flucht aus Alcatraz und ein Auftritt in einem 2000 Grad heißen Feuertornado sind Teil seines Erbes. Copperfield erhielt für seine außergewöhnlichen Leistungen 21 Emmys.
Ein Imperium entsteht
Abseits der Bühnenauftritte baute Copperfield ein bemerkenswertes Imperium auf. Seit den 1990er-Jahren sammelt er historische Zauberkunst-Exponate, darunter Harry Houdinis Zauberkoffer. Seine private Sammlung ist in einem geheimen Lagerhaus aufbewahrt und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Zudem besitzt er die Insel Musha Cay auf den Bahamas, wo Gäste für etwa 37.000 Dollar pro Tag ein luxuriöses Resort mieten können. Sein Vermögen wird auf 800 Millionen bis eine Milliarde Dollar geschätzt.
Persönliche Beziehungen und Kontroversen
Die Beziehung zu dem Model Claudia Schiffer sorgte ebenfalls für Aufsehen. Von 1993 bis 1999 waren sie ein Paar, von denen zwei Jahre verlobt. Copperfield hat auch mit dem tschechischen Model Maria Petličková zwei Kinder. Seit 2006 ist die französische Schuhdesignerin Chloe Gosselin seine Partnerin, und 2010 wurde ihre Tochter Sky geboren.
Doch Copperfield sieht sich seit Jahren schweren Vorwürfen gegenüber. 2007 wurde er erstmals beschuldigt, sexuelle Übergriffe begangen zu haben. Im Jahr 2010 stellte eine Grand Jury die Ermittlungen ohne Anklage ein. Ein weiterer Vorwurf, er habe 1988 eine Teenagerin unter Drogen gesetzt und missbraucht, kam 2018 auf.
Schwere Vorwürfe und deren Folgen
Im Mai 2024 veröffentlichte eine Recherche des „Guardian“, in der 16 Frauen Copperfield sexuelles Fehlverhalten vorwarfen. Diese Vorfälle sollen sich zwischen den späten 1980er-Jahren und 2014 ereignet haben. Copperfields Anwälte haben alle Anschuldigungen zurückgewiesen.
Sein Name taucht auch mehrmals in den von der US-Justiz freigegebenen Epstein-Akten auf, wobei Verbindungen zwischen den beiden Männern dokumentiert wurden. Ein internes FBI-Memo aus dem Jahr 2007 sprach von einer „klaren Verbindung“ zwischen Copperfield und Epstein, jedoch gab es nie strafrechtliche Vorwürfe gegen den Magier.
Ein neuer Anfang?
Trotz aller Herausforderungen und Kontroversen, die seine Karriere begleiten, betonte Copperfield, dass sein Abschied aus dem „MGM Grand“ nicht das Ende seiner Laufbahn bedeutet. Auf Instagram äußerte er: „Ich freue mich darauf, bald ankündigen zu können, was als Nächstes kommt. Es ist das größte Projekt, das ich je angegangen bin – und auch das herausforderndste.“
Quellen: n-tv
Bildquelle: Homer Liwag via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.