Ab Oktober 2026 soll ein Tankrabatt für Autofahrer eingeführt werden, was allerdings mit einer möglichen Preiserhöhung für Bahnreisende einhergehen könnte. Vor allem die 14,5 Millionen Inhaber des Deutschlandtickets sind von diesen Entwicklungen betroffen, was beim Fahrgastverband Pro Bahn gemischte Reaktionen hervorruft.
Aktuellen Berichten zufolge könnte der Preis des Deutschlandtickets für das Jahr 2027 von 63 Euro auf einen Betrag von etwa 66,90 Euro steigen. Der „Koordinierungsrat Deutschlandticket“ wird am Mittwoch eine Entscheidung über den neuen Preis treffen, wobei noch Beratungen ausstehen.
Die Festlegung der Ticketpreise erfolgt auf Grundlage eines speziellen Kostenindex, der verschiedene Faktoren wie Personal-, Energie- und Betriebskosten in Betracht zieht. Dieser Rat setzt sich aus Vertretern des Bundes sowie der Länder, der kommunalen Spitzenverbände und der Verkehrsbranche zusammen. Erstmals wird der Preis auf Basis eines solchen Kostenindex bestimmt, auf den sich die Verkehrsminister der Länder geeinigt haben.
Detlef Neuß, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbandes Pro Bahn, äußerte sich kritisch zu den bevorstehenden Preiserhöhungen und gab an, dass der Verband einen weiteren Anstieg „zähneknirschend“ akzeptiere. In Anbetracht des Tankrabatts für Autofahrer fordert er jedoch, dass auch die Nutzer des Deutschlandtickets von einem entsprechenden Rabatt profitieren sollten.
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) unterstreicht die Dringlichkeit der Preisfestlegung. Ein Sprecher wies darauf hin, dass für die erforderliche Kundeninformation und die Umstellung des Vertriebs etwa drei Monate eingeplant werden müssen.
Quellen: n-tv, t-online
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