Donald Trump eröffnet die Vollversammlung der Vereinten Nationen mit der Behauptung, dass sein versprochenes „goldenes Zeitalter“ nun Wirklichkeit sei und weltweit positive Auswirkungen habe. In seiner Ansprache ignoriert er die drängenden Herausforderungen wie den Klimawandel, während er den Internationalen Strafgerichtshof als ineffektiv abqualifiziert und Kuba beschuldigt, in die US-Politik eingedrungen zu sein. Zudem schlägt er vor, den Begriff „künstliche Intelligenz“ in „Superintelligenz“ umzuwandeln.
Während seiner Rede am Hudson River, wo sich der Hauptsitz der UN befindet, zeigt Trump eine Körpersprache, die fast demütig wirkt. Er hält sich ans Protokoll, liest überwiegend vom Teleprompter ab und improvisiert nur sporadisch. Dennoch nutzt er die Gelegenheit, um einen umfassenden verbalen Angriff zu starten, während er den Druck der anstehenden US-Zwischenwahlen am 3. November spürt. Die politische Mehrheit der Republikaner im Kongress ist durch seine Entscheidungen gefährdet, insbesondere durch den anhaltenden Konflikt mit dem Iran, der die Benzinpreise in die Höhe treibt und Unmut bei seinen Anhängern auslöst.
Trump beginnt seine Rede in einem Ton, der den Eindruck einer Ansprache zur Lage der Nation vermittelt, anstatt sich auf die diplomatischen Gegebenheiten zu konzentrieren. Er hebt Rekorde bei Investitionen und Börsenkursen hervor, lobt Erfolge an der US-Südgrenze und verweist auf die historisch niedrigen Kriminalitätsraten. Für ihn befindet sich die USA in einem „goldenen Zeitalter“, von dem auch die Welt profitiert. Diese Auffassung steht in starkem Widerspruch zu Umfragen, die zeigen, dass viele US-Bürger eine andere Meinung haben. Trumps Zustimmung fällt auf historischen Tiefstand, was die anstehenden Wahlen betrifft.
Vor Trumps Ansprache hatten der scheidende UN-Generalsekretär António Guterres sowie der brasilianische Präsident Lula da Silva das Wort ergriffen. Beide präsentierten eine Perspektive, die von Gefahren und Herausforderungen geprägt ist, und forderten Zusammenarbeit anstelle von Konkurrenz. Ihre Äußerungen scheinen eine implizite Kritik an Trumps geopolitischer Sichtweise darzustellen, die die Welt in Einflusszonen unterteilt.
Ein Teil von Trumps Rede dient dazu, die „Monroe-Doktrin“ zu rechtfertigen und seine aggressive Haltung gegenüber dem Iran zu untermauern. Er kündigt an, dass er eine wichtige Entscheidung treffen muss: „Vernichte ich die Islamische Republik?“ Er ist der Überzeugung, dass nach den Wahlen ein Abkommen mit dem Iran möglich sei, da es für Teheran keinen Sinn ergebe, darauf zu verzichten. Während seiner Ausführungen erhält er Applaus, als er betont, dass der Iran niemals im Besitz einer Atomwaffe sein werde.
Der US-Präsident kritisiert die Vorstellung gemeinsamer internationaler Regeln und behauptet, dass die USA durch Kürzungen ihrer finanziellen Zuwendungen Tausende überflüssige Stellen bei den UN geschaffen hätten. Er hebt hervor, dass es keine globale Regierung gebe und dass unter seiner Präsidentschaft keine globalen Steuern eingeführt werden. Diese Aussagen finden Zustimmung im Saal.
Außerdem greift Trump den Internationalen Strafgerichtshof an und bezeichnet ihn als „antiamerikanisches Tribunal“. Er fordert alle Mitgliedsnationen dazu auf, diese Institution zu verlassen. Mit diesen Äußerungen widerspricht er internationalen Regeln zur Kriegsführung und zu Menschenrechten. Zudem kritisiert er die UNESCO und behauptet, dass deren Förderung der Massenmigration die größten Kulturen gefährde.
Seine Äußerungen spiegeln eine politische Tradition wider, die in den USA zwischen den beiden Weltkriegen entstand und internationale Institutionen ablehnt. Trump wird oft als ein Vertreter dieser anti-internationalen Bewegung wahrgenommen.
Als Trump Kuba anspricht, verlässt die kubanische Delegation den Saal. Er behauptet, das kubanische Regime habe sich mit radikalen linken Gruppen in den USA abgestimmt. Dies geschieht im Kontext des aktuellen Wahlkampfs, in dem die Democratic Socialists of America an Popularität gewinnen. Tausende Container in Kuba sind ein Beispiel für die Auswirkungen der US-Politik. Trump lehnt zudem jeden Versuch ab, ein globales System zur Kontrolle von künstlicher Intelligenz zu schaffen, und schlägt vor, den Begriff „künstlich“ durch „super“ zu ersetzen.
Er betont, dass jede bedeutende neue Technologie Herausforderungen mit sich bringe, und stellt die Warnungen von KI-Entwicklern infrage. In der UN präsentiert er sich als derjenige, der die USA und ihre Interessen verteidigt, während er gleichzeitig internationale Kooperationen und Institutionen in Zweifel zieht.
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Quellen: n-tv, Handelsblatt
Bildquelle: Ali Shaker/VOA via Wikimedia Commons (Public domain)
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.