Drohnen: Die neue Waffe der Bundeswehr
Die Bundeswehr wird in naher Zukunft mit „Loitering Munition“ ausgestattet, die auch gemeinhin als Kamikaze-Drohnen bezeichnet wird. Diese unbemannten Fluggeräte haben die Fähigkeit, feindliche Ziele direkt anzufliegen und dort explodieren zu lassen. Laut dem Hersteller Stark Defence können diese Drohnen bis zu 75 Minuten in der Luft verweilen und eine Reichweite von bis zu 130 Kilometern erreichen. Falls sie bis zu diesem Zeitpunkt kein feindliches Ziel erfassen, stürzen sie kontrolliert ab und detonieren an einem sicheren Ort.
Virtus-Drohne: Technische Einzelheiten
Das Modell Virtus bringt ein Gewicht von maximal 33 Kilogramm auf die Waage und hebt mit Hilfe von kleinen Propellern an seinen vier Flügeln ab. Stark Defence, ein 2024 gegründetes Unternehmen mit 750 Mitarbeitern, hat seinen Sitz in Berlin und betreibt Produktionsstätten in Großbritannien, Schweden und Griechenland. In der Ukraine wird die Virtus-Drohne bereits eingesetzt, wo Stark zwei geheime Produktionsstandorte im Raum Kiew unterhält. Neben Deutschland zählt das Unternehmen auch andere europäische Länder zu seinen Kunden. Informationen über den Umsatz und die finanzielle Situation werden von Stark Defence nicht offenbart. Die finanzielle Entwicklung des Unternehmens ist dabei von Interesse.
Drohnentechnologie und strategische Überlegungen
Josef Kranawetvogl, Manager bei Stark Defence, sieht in den Virtus-Drohnen eine wertvolle Ergänzung zu herkömmlichen Waffensystemen wie Panzern und Artillerie. Er hebt hervor, dass unbemannte Flugzeuge wesentlich dazu beitragen können, den Personalmangel in westlichen Armeen zu kompensieren. Dank softwaregestützter KI-Mechanismen ist es möglich, dass ein Operator mehrere Drohnen gleichzeitig steuert, während der Mensch die Kontrolle behält.
Verknüpfung mit Aufklärungsdrohnen
Die Virtus-Drohne ist mit zwei Kameras ausgestattet und hat die Möglichkeit, mit Aufklärungsdrohnen zu kommunizieren, die ihr Ziele zuweisen. Der Preis einer Virtus-Drohne liegt unter 100.000 Euro, was im Vergleich zu den mehreren Millionen Euro für einen Panzer einen signifikanten finanziellen Vorteil darstellt. Diese Technologie könnte auch in zukünftigen Einsätzen, wie dem Erster F-35 Tarnkappenjet für die Bundeswehr, eine Rolle spielen.
Entwicklung im Rahmen des Ukraine-Kriegs
Im Verlauf des Ukraine-Konflikts wird nicht nur die Drohnentechnologie weiterentwickelt. Auch der Panzerenschutz wird verstärkt. Um den Auswirkungen anfliegender Drohnen entgegenzuwirken, setzen die russischen Streitkräfte Käfigstrukturen ein. Kranawetvogl erklärt, dass es zwar möglich sei, dass der Gefechtskopf einer Anti-Panzer-Drohne aufgrund solcher Schutzmaßnahmen vorzeitig explodiert, jedoch existieren Strategien, um die Schwachstellen dieser Käfige zu identifizieren und trotzdem die Panzer zu erreichen. Zudem operieren Drohnen oft in Schwärmen, sodass eine Drohne möglicherweise den Käfig beschädigen kann, während eine andere das eigentliche Ziel angreift.
Lieferung und geplante Einsätze der Drohnen
Die erste Lieferung der Virtus-Drohnen erfolgt nach Litauen, wo sie der dort stationierten deutschen Brigade zur Verfügung gestellt werden. Kranawetvogl hebt hervor, dass man in engem Kontakt mit der Bundeswehr steht. Für November ist eine NATO-Übung in Litauen vorgesehen, bei der die Systeme eingesetzt werden. Während dieser Übungen sind die Drohnen unbewaffnet und können dank ihrer Propeller sicher landen. Warum NATO-Jets eine Drohne über Litauen abfangen mussten, zeigt die zunehmende Bedeutung der Drohnentechnologie in modernen Konflikten.
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Quellen: web, de.investing
Bildquelle: Bildquelle: Touko Aikioniemi auf Unsplash
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