Annalena Baerbock, die ehemalige Außenministerin, wird Anfang September ihre Amtszeit als Präsidentin der Generalversammlung der Vereinten Nationen beenden. Der Abschluss dieser einjährigen Präsidentschaft markiert den Beginn eines neuen Kapitels in ihrem Leben. Ab sofort wird sie an der renommierten Columbia University in New York lehren.
In ihrer neuen Position wird Baerbock als Co-Leiterin eines Instituts an der Fakultät für internationale und öffentliche Angelegenheiten (SIPA) fungieren. Ihre Vorlesungen werden sich auf das Thema „Globale Führung“ konzentrieren. Dieses Programm ist speziell für Fachkräfte mit über zehn Jahren Berufserfahrung konzipiert und ermöglicht den Erwerb eines Master of Public Administration (MPA).
Die Lehrtätigkeit an der Columbia University ist auf eine Dauer von drei Jahren angesetzt und wird als Vollzeitstelle angeboten. Baerbock wird den Titel „Prof. of Professional Practice“ tragen, der für Personen mit außergewöhnlichen beruflichen Leistungen außerhalb der akademischen Sphäre eingeführt wurde. Dies ist besonders bedeutend, da sie keinen akademischen Grad hat, der eine traditionelle Professur rechtfertigen würde.
Die Columbia University geriet Anfang 2024 in die öffentliche Diskussion, als gewalttätige antiisraelische Proteste stattfanden. Aktivisten und propalästinensische Studierende errichteten ein Protestlager vor dem Universitätsgebäude und stürmten Hörsäle, was schließlich zu Polizeieinsätzen führte. In der Folge trat die damalige Rektorin Nemat „Minouche“ Shafik im August 2024 zurück. Die US-Regierung zog daraufhin Fördergelder in Höhe von 400 Millionen Dollar zurück, da sie der Universität Untätigkeit im Umgang mit der Belästigung jüdischer Studierender vorwarf. Diese Ereignisse werfen auch Fragen auf, die in dem Artikel über die Kritik an Baerbock behandelt werden.
Aktuell bereitet sich Baerbock mit ihren beiden Töchtern auf den Wechsel in ihr neues Leben vor. Mit dem Ende ihrer UN-Tätigkeit verliert sie jegliche Verbindung zu den Vereinten Nationen sowie zum Auswärtigen Amt, was bedeutet, dass sie nicht länger auf Kosten der deutschen Steuerzahler tätig sein wird.
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Quellen: Bild, n-tv
Bildquelle: Foto-AG Gymnasium Melle via Wikimedia Commons (CC BY 4.0)
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