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Aufklärung und Gerechtigkeit: Betroffene wenden sich an Papst Leo XIV.

Mutmaßliche Missbrauchsopfer fordern von Papst Leo XIV. Aufklärung über die Vorwürfe gegen den ehemaligen Jesuitenpater Marko Rupnik. Sie verlangen Gerechtigkeit und einen Abschluss des laufenden Verfahrens, das bislang im Dunkeln bleibt.

Aufklärung und Gerechtigkeit: Betroffene wenden sich an Papst Leo XIV.
Von Ricardo Stuckert - https://www.flickr.com/photos/157736962@N05/54851452841/, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=176987037

Die jüngsten Forderungen von mutmaßlichen Missbrauchsopfern an Papst Leo XIV. haben für erhebliche Aufmerksamkeit gesorgt. Die Betroffenen verlangen Gerechtigkeit und einen zügigen Abschluss der Verfahren gegen den ehemaligen Jesuitenpater Marko Rupnik, der über viele Jahre hinweg Frauen sexuell belästigt haben soll. In diesem Zusammenhang wird auch über den Fall berichtet, der in Österreich: Tod einer Frau nach Missbrauchsvorwürfen – Polizei ermittelt für Aufsehen sorgte.

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Aufruf zur Klärung der Vorwürfe

Vor der bevorstehenden Reise des Papstes nach Frankreich haben fünf Frauen, darunter auch eine Ordensschwester, in einem Schreiben an Leo XIV. gefordert, dass das Verfahren gegen Rupnik vor einem vatikanischen Sondergericht schnellstmöglich abgeschlossen wird. Der 71-jährige Slowene steht im Verdacht, über einen langen Zeitraum hinweg mehrere Ordensschwestern sexuell missbraucht zu haben.

Konfrontation mit der Vergangenheit

Bei seinem Besuch in Frankreich wird Papst Leo XIV. direkt mit dem Fall Rupnik konfrontiert. Am Wallfahrtsort Lourdes, an dem der Papst am Wochenende erwartet wird, hat Rupnik die Eingangstüren der Basilika Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz gestaltet. Die Werke sind jedoch für den Papst nicht sichtbar, da sie auf Anordnung des Bischofs mit Aluminiumplatten abgedeckt wurden.

Appell an den Papst

In dem veröffentlichten Brief, der von der Anwältin der Betroffenen, Laura Sgrò, verfasst wurde, heißt es: „Wir haben uns entschieden, Ihnen zu schreiben, da Sie in Frankreich Missbrauchsopfer wie uns treffen werden, an einem Ort, an dem die Mosaiken von Pater Rupnik nicht mehr sichtbar sind.“ Die Frauen begrüßen die Entscheidung des Bischofs, zeigen sich jedoch besorgt über die mangelnde Transparenz im Verfahren.

„Wir haben nicht vor, in Vergessenheit zu geraten. Und wir werden auch nicht auf Gerechtigkeit verzichten, solange die Schwere der Geschehnisse nicht anerkannt und der Verantwortliche nicht bestraft wird,“

heißt es in dem Brief.

Unklarheiten im Verfahren

Das Verfahren gegen Rupnik im Vatikan ist von Unklarheiten geprägt. Die Betroffenen berichten, dass sie nur durch Medienberichte erfahren haben, dass gegen Rupnik ein Prozess eingeleitet wurde. Ursprünglich war geplant, das Verfahren bereits Ende des vergangenen Jahres abzuschließen. Zudem wurde den Frauen zufolge sowohl ihnen als auch der Anwältin nicht gestattet, bei den Anhörungen als Zeuginnen zu erscheinen.

Historie der Vorwürfe

Die ersten Missbrauchsvorwürfe gegen Rupnik sind bereits aus den frühen 1990er Jahren bekannt, als er in Slowenien tätig war. In dieser Zeit gründete er den katholischen Orden der Loyola-Gemeinschaft. Während einer Pressekonferenz im Februar 2024 berichtete eine der betroffenen Frauen, Gloria Branciani, dass Rupnik zunächst mit ihr gearbeitet habe, bevor er sie sexuell belästigte und unter Druck setzte. Ihre Aussagen zufolge rechtfertigte er seine Übergriffe mit theologischen Argumenten.

Weitere Vorwürfe und Vertuschung

In Berichten des Deutschlandfunks äußerten mehrere Ordensschwestern Vorwürfe des spirituellen Missbrauchs gegen Rupnik. Er habe ihren Glauben ausgenutzt, um sie zu manipulieren. Ein weiteres ehemaliges Mitglied des Ordens erklärte, dass die Gemeinschaft zunehmend wie eine Sekte agiert habe. Es sei zu ständigen Kontrollen und einer Isolation von Freunden und Familie gekommen.

Branciani erhob zudem Vorwürfe gegen Ivanka Hosta, die Mitgründerin der Gemeinschaft, die angeblich die Übergriffe nie gemeldet habe, obwohl sie darüber informiert wurde. Rupnik wurde schließlich aus der Loyola-Gemeinschaft ausgeschlossen und zog nach Rom, wo er weiterhin als Künstler tätig war.

Exkommunikation und Rückkehr

Im Jahr 2022 gingen die betroffenen Frauen mit ihren Vorwürfen an die Öffentlichkeit. Der Vatikan hatte zunächst die Vorwürfe als verjährt eingestuft, jedoch hob Papst Franziskus die Verjährung im darauffolgenden Jahr wieder auf. Berichten zufolge wurde Rupnik 2020 kurzzeitig aus der Kirche exkommuniziert, was jedoch nicht aufgrund der Missbrauchsvorwürfe geschah.

Treffen mit Missbrauchsopfern

Der Vatikan kündigte an, dass der Papst in Lourdes mit einer kleinen Gruppe von Missbrauchsopfern zusammentreffen möchte. Dies führte zu Kritik, da keine allgemeinen Treffen mit Opferverbänden vorgesehen sind. Weitere Stationen der Reise des Papstes sind Paris und Metz.

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Quellen: n-tv

Bildquelle: Von Ricardo Stuckert – https://www.flickr.com/photos/157736962@N05/54851452841/, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=176987037

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

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