Die Alarmbereitschaft in den Notaufnahmen deutscher Krankenhäuser wächst. Eine kürzlich durchgeführte Blitzumfrage der Deutschen Gesellschaft für Notfallmedizin (DGINA) hat ergeben, dass fast die Hälfte aller Kliniken mit Überfüllung zu kämpfen hat. Zahlreiche Einrichtungen klagen zudem über einen akuten Mangel an Betten. Diese beunruhigenden Ergebnisse stammen aus einer Umfrage, die im Juni 2026 stattfand.
Insgesamt wurden 271 Notaufnahmen aus sämtlichen 16 Bundesländern befragt. Die Resultate sind alarmierend: 45 Prozent der Kliniken berichteten, dass sie innerhalb von 24 Stunden eine Überfüllung ihrer Notaufnahme feststellen mussten. Darüber hinaus litten über 60 Prozent der befragten Einrichtungen unter einem sogenannten „Exit Block“, was bedeutet, dass aufgrund fehlender Betten keine Patienten auf Station verlegt werden konnten. Besonders besorgniserregend ist, dass beinahe ein Drittel der Kliniken der Leitstelle bereits eine Erschöpfung ihrer Kapazitäten meldete, während fast 79 Prozent dennoch gezwungen waren, Notfallpatienten aufzunehmen.
Die personelle Situation in diesen Notaufnahmen ist ebenfalls angespannt. 63 Prozent der Kliniken berichten von unbesetzten Stellen bei Ärzten und Pflegekräften. Zusätzlich sind nahezu 66 Prozent mit erhöhten Krankheitsausfällen konfrontiert. Nur etwa ein Drittel der befragten Einrichtungen fühlt sich personell ausreichend ausgestattet. Die DGINA warnt vor den weitreichenden Folgen dieser anhaltend hohen Belastung der Notfallversorgung und fordert dringend stabile Personalstrukturen sowie Maßnahmen zur Bekämpfung von Überfüllungen und Bettenengpässen, um die Versorgung von Notfallpatienten gewährleisten zu können. Diese alarmierende Situation erinnert an die alarmierende Zahl unerledigter Strafverfahren in Deutschland, die ebenfalls dringenden Handlungsbedarf erfordert.
Die angespannte Lage in den Notaufnahmen hat sich innerhalb des letzten Jahres weiter verschärft. Laut DGINA ist die Sicherheit der Patienten in diesen überlasteten Situationen ernsthaft gefährdet. Die Umfrage zeigt, dass 31,4 Prozent der Notaufnahmen sich in einem kritischen Überlastungsniveau befinden; 5,5 Prozent meldeten die höchste Stufe der Überlastung. Martin Pin, Präsident der DGINA, äußerte seine Besorgnis über diese Ergebnisse und verwies auf internationale Studien, die bestätigen, dass in solchen Belastungssituationen die Sicherheit der Patienten auf dem Spiel steht.
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Quellen: Bild, Die Zeit
Bildquelle: Gabulan via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)
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