Inmitten einer schwierigen Situation für viele Bäckereien in Deutschland setzt der größte Brothersteller des Landes, Harry, ein starkes Zeichen der Expansion. Mit einer Investition von 200 Millionen Euro plant das Unternehmen den Bau einer neuen Fabrik in Erlensee, Hessen, die ab 2028 in Betrieb gehen soll. Dort werden beeindruckende Produktionszahlen von bis zu 7000 Broten und 40.000 Brötchen pro Stunde angestrebt.
Details zur neuen Produktionsstätte
Die geplante Produktionshalle wird eine Länge von etwa 390 Metern und eine Breite von 80 Metern aufweisen. Die Anlage orientiert sich an der bestehenden Fabrik in Troisdorf, Nordrhein-Westfalen, und wird mit drei Backlinien ausgestattet. Jede Linie soll in der Lage sein, zwischen 2000 und 7000 Broten sowie 20.000 bis 40.000 Brötchen pro Stunde zu produzieren. Dies wird nicht nur die Produktionskapazität erhöhen, sondern auch rund 300 bis 350 neue Arbeitsplätze in der Region schaffen.
Herausforderungen der deutschen Backbranche
Die Entscheidung für den Neubau kommt zu einer Zeit, in der viele traditionelle Bäckereien in Deutschland mit Insolvenzen kämpfen. So meldete beispielsweise die Traditionsbäckerei Maier in Bayern Insolvenz an, was 50 Arbeitsplätze gefährdet. Auch in Schleswig-Holstein und Niedersachsen mussten mehrere Bäckereien schließen, was die Branche stark belastet. Im ersten Halbjahr 2026 gingen bereits 63 Bäckereien pleite, was die Notwendigkeit für innovative Lösungen unterstreicht. Ein Beispiel für einen innovativen Ansatz ist, wie ein 60-Dollar-Roggenbrot aus Österreich in New York für Aufsehen sorgt.
Strategische Expansion in den Süden
Harry, mit Sitz in Schenefeld bei Hamburg, ist der Marktführer in Deutschland und beliefert zahlreiche Supermärkte. Allerdings war das Unternehmen im Süden Deutschlands bislang schwach vertreten. Mit dem neuen Werk in Erlensee und der Übernahme des Glockenbrot-Werks in Bergkirchen bei München will Harry seine Präsenz in dieser Region deutlich ausbauen.
„Unsere beiden neuen Standorte in Süddeutschland ermöglichen es uns, den Lebensmitteleinzelhandel auch dort auf kürzestem Weg zu beliefern“,
erklärte Frank Kleiner, Vertriebs- und Marketingchef des Unternehmens.
Technologische Innovationen und Zeitplan
Die neue Fabrik wird mit modernster Technik ausgestattet, einschließlich Solaranlagen, intelligenter Energiesteuerung und Ladepunkten für E-Lkw. Ein zentrales Element der Anlage wird ein Hochregallager mit etwa 10.000 Palettenplätzen sein. Der Baustart ist für den Spätsommer 2026 geplant, und im zweiten Quartal 2028 soll die Produktion beginnen. Zudem wird Bioweg 35 Millionen Euro in Europas größtes Zellulose-Projekt investieren, was die Innovationskraft der Branche unterstreicht.
Für Harry stellt der Neubau einen bedeutenden Schritt in Richtung Wachstum dar, während er gleichzeitig als Jobmotor für die Region fungiert und hunderte neuer Arbeitsplätze schafft.
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Quellen: Bild
Bildquelle: Axel Hindemith via Wikimedia Commons (CC BY 3.0)
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.