Die Festnahme eines zweiten Verdächtigen in Kroatien im Zusammenhang mit den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines hat weitreichende Konsequenzen für die laufenden Ermittlungen. Der Mann wird verdächtigt, als Taucher an der Anbringung der Sprengsätze beteiligt gewesen zu sein.
Ermittlungen zur Festnahme
Laut Informationen der Ermittler handelt es sich bei dem Festgenommenen um einen Mann, der im September 2022 die Explosionen in der Ostsee ausgeführt haben soll. Es wird vermutet, dass er die Sprengsätze von einem Segelboot aus in einer Tiefe von 80 Metern an den Pipelines befestigt hat.
Vorangegangene Ermittlungen und Haftbefehl
Der Generalbundesanwalt hatte bereits im Vorjahr einen Haftbefehl gegen den Verdächtigen erwirkt, nachdem dieser in Polen lokalisiert worden war. Allerdings hatte die polnische Justiz damals die Auslieferung des Mannes abgelehnt, was zu diplomatischen Spannungen führte. Der Mann wurde daraufhin wieder freigelassen. Nun konnten ihn die Ermittler in Kroatien identifizieren, und Deutschland plant, die Auslieferung zu beantragen.
Hintergrund der Anschläge
Im September 2022 wurden drei von vier Röhren der Nord-Stream-Pipelines beschädigt, was zu einem erheblichen Verlust an Gasinfrastruktur führte. Deutsche Ermittler haben bereits ein mutmaßliches Täter-Team identifiziert und den vermutlichen Anführer, einen Ukrainer, in Italien festgenommen. Der Prozess gegen ihn soll in naher Zukunft in Hamburg beginnen. Die Hintergründe der Auftraggeber des Anschlags sind noch unklar. In einem anderen Fall, der in Stuttgart für Aufsehen sorgte, wurden zwei Männer nach schwerer Körperverletzung festgenommen.
„Ukrainischer Staatsbürger“, sagte Michael Götschenberg über die Festnahme im Fall des Nord-Stream-Anschlags.
Dieses Thema wird weiterhin in den Medien verfolgt. Auch ein tödlicher Vorfall um einen russischen Offizier steht in Verbindung mit den aktuellen Geschehnissen. Zudem gibt es Berichte über gewaltsame Verbrechen, die die öffentliche Sicherheit betreffen.
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Quellen: tagesschau
Bildquelle: Philipp Deus auf Pexels
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