In Diepholz, Niedersachsen, ereignete sich ein alarmierender Vorfall, als eine achtjährige Tochter ihrer stark alkoholisierten Mutter während einer Autofahrt zur Hilfe rief. Die 40-Jährige, die mit einem VW Golf unterwegs war, wies einen Atemalkoholwert von 1,9 Promille auf.
Um kurz nach Mitternacht, in der Nacht zu Samstag, benutzte das sichtlich verängstigte Kind die Freisprechanlage des Fahrzeugs, um den Notruf abzusetzen. Sie schilderte, dass ihre Mutter in Schlangenlinien fuhr und mehrfach auf die Gegenfahrbahn geriet. Die Polizei erhielt diese besorgniserregenden Informationen von der Tochter, die in der kritischen Situation den Überblick verloren hatte.
Obwohl die Mutter nach dem ersten Kontakt das Telefon auflegte, blieb der Disponent der Polizei in Verbindung mit dem Mädchen. Während des Gespräches konnte das Kind weiterhin die gefährliche Situation schildern, was den Beamten half, das Fahrzeug zu lokalisieren und sicher zu stoppen. Polizeisprecher Maximilian Höge hob hervor, dass das beherzte Handeln des Mädchens möglicherweise schlimmere Folgen verhindert hat.
Als die Beamten das Auto schließlich anhielten, war die Mutter offensichtlich alkoholisiert und weigerte sich, mit den Polizisten zu sprechen. Sie war stattdessen in einen Streit mit ihrer Tochter verwickelt. Die Polizei stellte fest, dass die Frau aufgrund ihres Zustands nicht mehr in der Lage war, ein Fahrzeug zu führen.
Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,9 Promille, was zur Anordnung einer Blutentnahme führte. Zudem wurde der Führerschein der 40-Jährigen sichergestellt und ihr wurde die Weiterfahrt untersagt. Das Kind wurde daraufhin in die Obhut eines Angehörigen gegeben.
Nun sieht sich die Mutter einem Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr gegenüber. Dieser Vorfall wirft ernsthafte Fragen zur Sicherheit von Kindern in solchen kritischen Situationen auf und verdeutlicht, wie wichtig schnelles Handeln in Notfällen ist. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich kürzlich, als eine Mutter ihre Tochter im Bus verletzte. Auch die Gefahren im Straßenverkehr sind nicht zu unterschätzen, wie die Kollision in Barsinghausen zeigt.
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Quellen: Bild, Die Zeit
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