In Niederbayern beschäftigt ein erschreckender Mordfall die Justiz: Ein 38-jähriger Mann wird verdächtigt, zwei Nachbarinnen sowie den Lebensgefährten einer der Frauen ermordet zu haben, um seine Verbrechen zu verbergen. Der Prozess gegen ihn beginnt am 1. Oktober vor dem Landgericht Deggendorf.
Im Juni 2025 stießen Ermittler in einem Mehrfamilienhaus in Zwiesel auf die Leichname von drei Personen. Diese waren entweder erstickt oder brutal erschlagen worden. Besonders schockierend ist die Tatsache, dass der Oberkörper einer der Frauen in einem Kühlschrank versteckt war. Der Nachbar der Opfer sieht sich nun dem Vorwurf des dreifachen Mordes gegenüber. Ähnliche Fälle wie der von Mann (20) tot in Wohnung entdeckt – Polizei fasst Mitbewohner (23) in Ginsheim-Gustavsburg.
Die Ermittlungen ergaben, dass der Verdächtige die erste Frau in seiner Wohnung ermordete, indem er sie mit einem Kabel erwürgte. Zu diesem Zeitpunkt hatten beide Marihuana, Medikamente und Alkohol konsumiert. Nach dem Verbrechen soll er die Leiche zerteilt, den Oberkörper im Kühlschrank verstaut und die Beine in einer Sporttasche im Wald abgelegt haben.
Die zweite Nachbarin fiel ebenfalls dem Mann zum Opfer. Um sie zu töten, schlug er ihr mit einer Bierflasche zu und versetzte ihr mindestens 13 Hammerschläge auf den Kopf. Um die Frau zu ersticken, wickelte er ihr den Kopf in Frischhaltefolie. Auch sie hatte Verbindungen zum Drogenmilieu, und der Angeklagte hatte zuvor Drogen konsumiert. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich in Rheine, wo eine Frau nach einem Notruf starb und die Ermittlungen laufen.
Nachdem der Lebensgefährte der zweiten Frau nach ihr suchte, soll der Angeklagte in dessen unverschlossene Wohnung eingedrungen und ihn mit einem Hammer erschlagen haben. Nach den Taten floh er nach Österreich, wo er sich der Polizei stellte. In einem anderen Fall wurde eine Patientin in einer Zahnarztpraxis verzweifelt und schritt zur Tat.
Die Staatsanwaltschaft sieht in allen drei Fällen mehrere Mordmerkmale wie Heimtücke und Grausamkeit als gegeben an. Für den Prozess sind bis zum 19. November insgesamt zehn Verhandlungstage angesetzt, in denen 34 Zeugen und fünf Sachverständige gehört werden sollen. Die Angehörigen der Opfer, einschließlich Eltern und Geschwister, treten als Nebenkläger auf.
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Quellen: Süddeutsche Zeitung, Die Zeit
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