Gespräche zur Ukraine-Krise: US-Unterhändler treffen in Moskau ein
In Moskau sind die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner angekommen, um die Verhandlungen zur Beendigung des russischen Angriffs auf die Ukraine voranzutreiben. Sie planen, am Sonntag in die Ukraine weiterzureisen. Voraussetzung für die Gespräche ist, dass die Ukraine keine Angriffe auf Moskau startet, während Russland seinerseits auf Angriffe gegen Kiew verzichten soll.
Die beiden Vermittler, Witkoff und Kushner, sind Teil der Trump-Administration und sollen Lösungen für den Konflikt finden. In den letzten Monaten stagnierte der Dialog, teils bedingt durch die US-Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Iran. Seit 2025 haben die US-Vermittler mehrere Besuche in Moskau absolviert, doch ein Besuch in Kiew steht noch aus.
Gespräche mit russischen Beratern
Insiderinformationen zufolge werden die US-Gesandten heute mit Kirill Dmitrijew zusammentreffen, der als Berater von Präsident Wladimir Putin fungiert. Dmitrijew war bereits an früheren Verhandlungen zwischen den US-Vertretern und Putin beteiligt. Dies stellt den zweiten hochrangigen Besuch aus der Trump-Administration in kürzester Zeit dar; erst am 25. August war CIA-Direktor John Ratcliffe in Moskau, dessen Besuch analysiert wurde.
Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zugesichert, dass die Ukraine während der Reise der US-Unterhändler den regulären Betrieb des russischen Luftraums sicherstellen wird. Er unterstrich, dass von ukrainischer Seite keine Luftangriffe ausgeführt werden und Russland dementsprechend reagieren müsse. Berichten zufolge hat auch die US-Regierung auf eine Einstellung der Angriffe bestanden, was die Verhandlungen über die Reise verzögerte.
Angriffe und Verhandlungsbedingungen
Trotz der diplomatischen Bemühungen hat Russland in der Nacht zum Samstag zwei Flughäfen in Kiew angegriffen. Präsident Selenskyj äußerte, diese Angriffe stünden im Zusammenhang mit den Vorbereitungen für die Reise von Kushner und Witkoff. Fraglich bleibt, ob die Gespräche zu Fortschritten führen werden. Kremlsprecher Dmitri Peskow betonte, dass Putins Position „unerschütterlich“ sei. Russland verlangt weiterhin, dass die Ukraine auf einen NATO-Beitritt verzichtet und die vier von Moskau beanspruchten ukrainischen Regionen vollständig abtritt, einschließlich Gebieten, die Russland noch nicht kontrolliert. Trump äußert Vertrauen in Putins Rückhalt für NATO-Territorium.
Die Entwicklungen in den nächsten Tagen könnten entscheidend sein und den Verlauf des Konflikts sowie die Chancen auf eine diplomatische Lösung maßgeblich beeinflussen. Ukrainischer Unabhängigkeitstag: Solidarität trotz Sicherheitsrisiken.
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Quellen: Bild, Der Spiegel
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