Die Ölverladungen aus dem Hafen Janbu am Roten Meer in Saudi-Arabien haben nach der Wiederinbetriebnahme der Ost-West-Pipeline wieder begonnen. Diese Maßnahme folgt einem Stillstand, der durch Angriffe bedingt war und hat besondere Bedeutung, da die Exportmöglichkeiten des Landes durch eine Blockade im Osten stark eingeschränkt sind. Die Pipeline war am 11. September aufgrund von Drohnenangriffen, für die irakische Milizen verantwortlich gemacht wurden, außer Betrieb genommen worden.
Die Rückkehr der Ölverladungen aus Janbu könnte sich positiv auf die Rohölexporte aus dem gesamten Nahen Osten auswirken. Nach Angaben von Händlern und Schifffahrtsdaten hat Saudi Aramco, der staatliche Ölkonzern, seine Kunden über den Ladeplan für den Monat Oktober informiert. Ein Insider aus einer asiatischen Raffinerie bestätigte, dass die Verladungen nach der Wiederinbetriebnahme der Pipeline wieder stattfinden.
Die Pipeline hat eine Tageskapazität von rund 5,5 Millionen Barrel. Analysten schätzen, dass die volle Kapazität innerhalb eines Monats wieder erreicht werden könnte. Aktuelle Schätzungen von zwei informierten Personen deuten darauf hin, dass die Verladungen seit letzter Woche bei etwa zwei Millionen Barrel pro Tag liegen. Satellitenaufnahmen, die von TankerTrackers.com veröffentlicht wurden, zeigen die Verladung von nahezu zehn Millionen Barrel Rohöl in Janbu.
Die regionalen Spannungen, insbesondere der Konflikt zwischen den USA und dem Iran, haben die Lieferungen durch die wichtige Wasserstraße stark beeinträchtigt. Vor den aktuellen Konflikten wurde ein Fünftel des globalen Ölbedarfs über diese Route transportiert. Die Wiederaufnahme der Exporte aus Janbu könnte daher eine entscheidende Rolle für die Stabilität der weltweiten Ölversorgung spielen.
Die Situation bleibt angespannt, und die Entwicklungen rund um die Ost-West-Pipeline werden weiterhin genau beobachtet. Die möglichen Auswirkungen auf die globalen Ölpreise und die Marktbedingungen könnten erheblich sein, insbesondere wenn die Pipeline ihre volle Kapazität wieder erreicht.
Quellen: n-tv, Reuters
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