Die schwerwiegenden Anschuldigungen gegen einen Mann aus Stockport, der in seinen 60ern ist, ziehen weitreichende Konsequenzen nach sich. Vor dem Manchester Minshull Street Crown Court gestand er, seine Ehefrau über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren sexuell missbraucht zu haben. In seinem umfassenden Geständnis gab er an, seine Frau nicht nur vergewaltigt, sondern auch betäubt zu haben.
Geständnis im Gerichtssaal
Am Montag, dem 14. September, war die betroffene Frau im Gerichtssaal anwesend. Sie saß im Zuschauerraum und erhielt Unterstützung von Familienmitgliedern, die sie während der belastenden Aussagen ihres Mannes trösteten. Berichten britischer Medien zufolge wurde sie mehrmals beim Wischen ihrer Augen beobachtet.
Chronologie der Taten
Die Taten des Angeklagten reichen bis ins Jahr 2004 zurück. Er gestand unter anderem, dass er seiner Frau eine Substanz verabreicht hatte, um sie zu betäuben und sexuelle Handlungen an ihr vorzunehmen. Zudem gab er zu, intime Fotos und Videos seiner Frau ohne deren Zustimmung verbreitet zu haben, was er zur eigenen sexuellen Befriedigung nutzte.
Umfang der Vorwürfe
Bereits im Juni hatte der Angeklagte einige der Vorwürfe eingeräumt. Zu diesem Zeitpunkt bekannte er sich unter anderem der Vergewaltigung und sexuellen Nötigung schuldig. Nach dem aktuellen Geständnis stehen nun insgesamt 60 Anklagepunkte gegen ihn im Raum, darunter 21 Fälle von Vergewaltigung. Die Vorwürfe erstrecken sich über die Jahre von 2004 bis 2025. Ähnliche Vorfälle wurden auch in Österreich und Spanien berichtet.
Ermittlungen gegen weitere Beschuldigte
Der Ehemann ist jedoch nicht der einzige Angeklagte in diesem Fall. Die Justiz untersucht auch die Rolle weiterer Männer, die an den Sexualstraftaten gegen die gleiche Frau beteiligt gewesen sein sollen. Berichten zufolge soll der Angeklagte andere Männer eingeladen haben, seine bewusstlose Frau ebenfalls sexuell zu missbrauchen, wobei die Vorwürfe gegen diese Männer einen Zeitraum ab 2018 betreffen.
Unschuldsvermutung für weitere Männer
Insgesamt sind zwölf Männer im Alter von Ende 20 bis Mitte 70 betroffen, die die gegen sie erhobenen Vorwürfe bestreiten. Für sie gilt die Unschuldsvermutung. Zu diesen Beschuldigten zählen unter anderem ein Rettungssanitäter, ein ehemaliger DJ und ein früherer Funktionär eines Fußballvereins.
Parallelen zu einem anderen Fall
Bei der Betrachtung der Details drängt sich der Vergleich zu einem ähnlichen Fall in Frankreich auf. Dominique Pelicot hatte ebenfalls seine Frau über Jahre hinweg betäubt und missbraucht sowie andere Männer in die Taten verwickelt. Dieser Fall hatte im Jahr 2024 vor einem französischen Gericht einen umfangreichen Prozess zur Folge, der mit einer Verurteilung endete. Auch in Frankreich gab es tragische Vorfälle, die ähnliche Muster aufwiesen.
Obwohl es auffällige Parallelen zwischen den beiden Fällen gibt, handelt es sich um unabhängige Verfahren, und im britischen Fall bleibt abzuwarten, ob und in welchem Umfang die beschuldigten Männer tatsächlich an Straftaten beteiligt waren.
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Quellen: RTL
Bildquelle: Watford London Media auf Pexels
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