Die verheerende Sturzflut im Himalaya hat gravierende Folgen hinterlassen, da die Zahl der Todesopfer in Nepal und Tibet mittlerweile 1225 erreicht hat. Die Suche nach vermissten Personen, darunter zahlreiche Touristen, gestaltet sich zunehmend als aussichtslos. Die offizielle Zahl der Todesopfer hat sich in den letzten Tagen auf über 1200 erhöht.
Hoffnung schwindet
Eine Woche nach der Katastrophe suchen betroffene Familien in Nepal verzweifelt nach ihren Angehörigen. In der Hauptstadt Kathmandu haben sich Hunderte Menschen versammelt, um DNA-Proben abzugeben, in der Hoffnung, die Toten identifizieren zu können. Die Aussicht, Überlebende in den unter den Schlammmassen begrabenen Tunneln zu finden, wird jedoch immer geringer.
Zahl der Opfer steigt
Da die Leichenschaua in Kathmandu überlastet sind, wurden bereits einige der Verstorbenen beerdigt. Zahlreiche Familien, die tagelang in Notunterkünften und Leichenschaua nach Vermissten gesucht haben, haben ihre Hoffnung vollständig verloren. In Nepal, wo traditionell die Toten verbrannt werden, sind Trauernde dazu übergegangen, symbolisch Strohpuppen zu verbrennen.
Rettungsaktionen und Herausforderungen
Die Suche nach Überlebenden dauert an, doch die nepalesische Katastrophenschutzbehörde hat bisher keine lebenden Personen in den verschütteten Tunneln entdecken können. Die Rettungsaktionen wurden immer wieder durch Blockaden in den Tunneln behindert.
„Die Such- und Rettungsaktion läuft noch“,
erklärte die Behördensprecherin Shanti Mahat. Auch ausländische Rettungsteams sind im Einsatz, um die enormen Mengen an Schlamm und Geröll zu beseitigen. Die Rettungsaktionen sind entscheidend für die betroffenen Regionen.
Vermisste Personen
Insgesamt werden derzeit 4757 Menschen vermisst, darunter mehr als 800 Ausländer, die sich in der Region auf Trekking- oder Pilgerreisen befanden. Nepals Außenminister Shisir Khanal äußerte sich optimistisch:
„Wunder geschehen“,
sagte er und betonte, dass die Hoffnung auf das Auffinden der Vermissten noch nicht aufgegeben werden solle.
Ursachen der Katastrophe
Die Flutkatastrophe, die vor einer Woche die Region verwüstete, wurde Experten zufolge durch einen Gletscherabbruch am Langtang Lirung, einem über 7000 Meter hohen Berg in Nepal, ausgelöst. Die resultierende Flutwelle, die Wasser, Schlamm und Geröll mit sich führte, hinterließ eine Spur der Zerstörung und riss zahlreiche Gebäude, Straßen und lebenswichtige Infrastruktur in der Region mit sich. Die Diskussion über ähnliche Naturkatastrophen und deren Ursachen ist von großer Bedeutung.
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Quellen: n-tv
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